Tag 1 – Zwischen entspannter Anreise und verlorenem Elfmeterschiessen
Tag 1 – Zwischen entspannter Anreise und verlorenem Elfmeterschiessen

Tag 1 – Zwischen entspannter Anreise und verlorenem Elfmeterschiessen

Auf dem Robert-Walser-Platz herrscht reges Treiben. Nach und nach treffen Pfadis, Eltern und Geschwister auf dem vertrauten Platz ein. Eine leichte Anspannung liegt in der Luft. In Kürze beginnt nach fast 2,5 Jahren Planung die lange Reise nach Lettland. Werden wir pünktlich am Hafen sein? Haben wir alles eingepackt? Kommen unsere Materialwagen und Fahrer ohne Probleme durch Deutschland? Fragen über Fragen. Und dann geht’s los.

Zuerst ein ganz grosses Dankeschön an die Deutsche Bahn (und das ist nicht ironisch gemeint 😉)! Pünktlich auf die Sekunde kamen wir in Hamburg an (damit hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet). Die Zugfahrt selbst verging wie im Flug, mit vielen Spielen, Musik oder in Gespräche vertieft. Aufgeteilt auf vier Waggons ging es auch immer ein bisschen hin und her. In Hamburg angekommen, ging es schliesslich mit der S-Bahn und einer kurzen Busfahrt zum Hafen nach Lübeck-Travemünde. Die Zeit, alle Tickets einzeln auszudrucken, dauerte dabei gleich lange wie die Fahrt selbst. Es lebe die deutsche Bürokratie!

Dann hiess es warten und die Zeit totschlagen. Denn der Check-in öffnet erst um 21:00 Uhr und die Abfahrt ist für 23:30 Uhr geplant. Keine fünf Minuten später war der Laptop samt Boxen aufgebaut und bereit für das EM-Spiel der Schweizer Nati. ⚽🇨🇭 Währenddessen wurde der kleine Terminal Shop (Duty Free oder so?) regelrecht geplündert. In der Pause wurden wir schliesslich noch mit Teigwarensalat unseres Küchenteams verköstigt.

Lange Zeit war die Stimmung hier im Travemünder Hafenterminal euphorisch. Die ganze Truppe versammelte sich vor einem kleinen Bildschirm, sogar einige Reisende und LKW-Fahrer gesellten sich dazu und fieberten die letzten Minuten des Spiels gegen England mit. Der Traum vom Halbfinale im Lager schoss nach dem 1:0 durch Embolo in die Höhe – dann der Dämpfer zum 1:1, viele vergebene Torchancen und schliesslich die hochangespannte Atmosphäre beim Elfmeterschiessen. Und dann war das EM-Märchen plötzlich vorbei. Für eine kurze Zeit herrschte Schweigen und Enttäuschung. Die Quintessenz nach dem Spiel: „Der Schiedsrichter war gekauft! Im Chor ertönt gleichzeitig: „Gekauft!“. Aber davon lassen wir uns die Freude auf das Lager bestimmt nicht verderben. Und wir können definitiv stolz sein auf diese grossartige Leistung unseres Teams!

Schliesslich kommt ein wenig Hektik auf. Der Bus zur Fähre ist da. Für die nächsten 24 Stunden heisst es: Gottstatt Ahoi! ⛴️ Einquartiert zwischen Restaurant und Treppenhaus haben wir unsere Sitzplätze in Beschlag genommen. Inzwischen ist es Mitternacht und immer noch fahren Autos auf die Fähre. Gespannt warten wir an Deck auf das Dröhnen der Maschinen und das Ablegen. Lettland, wir kommen. 👋🏻

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