Tag 3 – Zu schön, um wahr zu sein
Tag 3 – Zu schön, um wahr zu sein

Tag 3 – Zu schön, um wahr zu sein

Nach dieser etwas ungewöhnlichen Nacht, starteten wir munter in den nächsten Tag. Ein guter Grund um aufzustehen, war das legendäre Pfadi-Porridge. Umso grösser war die Enttäuschung, dass es das heute leider nicht geben wird… Aber egal, wir von der Pfadi lassen uns nicht so einfach unterkriegen. Das wichtigste in einem Zeltlager, abgesehen von den Teilnehmenden, sind die Zelte. Also ran ans Zelt stellen. Während das Küchen-Team ihre Feuerstelle aufbauten und die Leitenden das Leiter- und Materialzelt, halfen sich die Teilnehmenden gegenseitig mit dem Aufbau ihrer Zelte und so war in kürzester Zeit alles auf dem Zeltplatz eingerichtet. Auch wenn wir ein grossartiges Küchenteam haben, müssen die Pfädis manchmal auch selbst ihre Kochkünste unter Beweis stellen und deshalb musste jedes Fähndli noch ihre eigene Küche aufstellen. Doch auch das ging ruckzuck. Ein so guter Lageraufbau ist einfach zu schön um war zu sein.

In jedem Lager gibt es etwas, was nicht nach Plan läuft und so wird es auch in diesem Lager der Fall sein. Doch mit dem Folgenden haben wir in 100 Jahren nicht gerechnet. Als wir gerade alles aufgebaut hatten, kam ein Mann auf den Lagerplatz und sagte: «Execuse me, I’m the Landlord here, what are you doing here and where are you from?» Das war ein Schock. Der Besitzer des Feldes, auf dem wir gerade alle Zelte aufgebaut hatten kam zu uns und sagte, dass er in ZWEI TAGEN DAS FELD VERKAUFEN WIRD! Das kann nur ein schlechter Scherz gewesen sein. Wie kann so etwas nur passieren, wo wir doch die Zusage hatten, dass wir dieses Feld benutzen dürfen. Nach diesem kurzen Schock und einem lagen Gespräch zwischen dem Feldbesitzer, der Hauptlagerleitung und Fäger (der netten Dame, die uns das Lela überhaupt ermöglichte <3), stand fest, es war kein Witz wir mussten das Feld verlassen. Auf diesen Schreck brauchten wir eine kleine Abkühlung. Also hiess es Badesachen anziehen und Sonnencreme nicht vergessen und sich dann der Reihe nach vor der grossen Kartonkiste aufstellen, denn es gab noch eine kleine Überraschung. Alle bekamen ein eigenes Lela 2024 Badetuch! Mit grosser Vorfreude ging es auf Richtung Meer, das nur etwa 2 min vom Lagerplatz entfernt lag. Doch auch wenn wir es nicht mehr abwarten konnten, durfte niemand direkt ins Wasserspringen. Zuerst mussten ein paar Sicherheitsregeln eingehalten werden. Nach dem Kurzen einwärmen könnte der Badespass beginnen. Auf die Plätze fertig los! Da rannten alle wie Pferd gebissen den Welle entgegen. Das Meer ist toll, man kann sich von den Wellen treiben lassen, sich richtig erholen oder man kann wie, unsere Gottstatt Pfader, Epische kämpfe im Wasser bestreiten. Als das Kriegsbeil begraben war und man genug vom Wasser und den Wellen hatte ging es nochmals ums Ganze. Was wäre ein Strand ohne riesiges Loch, dass bis zum Meeresspiegel reicht. Uns so begannen die Grabungsarbeiten und mit geballten Kräften war innert kürzester Zeit ein riesiges Loch entstanden. Nach 1.5h war die Ruhe vor dem Sturm leider auch schon vorbei und wir mussten uns wieder dem Zeltplatz-Problem widmen. Wir hatten drei Optionen: 1. Wir gehen wieder zurück in die Schweiz – Keine Option! 2. Wir zahlen pro Teilnehmer 10.- pro Tag, also etwa 400.- Pro Tag – Keine Option! Also blieb uns nur noch Option 3 übrig. Zum Glück hatte Fäger um das kleine Haus einen grossen Garten und so kam es, dass wir kurze Zeit nach dem Aufbau der Zelte alles in den Garten von Fäger verschieben durften. Also alle Rucksäcke wieder Packen, alles Material vom Materialzelt wieder rausnehmen. Alle leeren Zelte wurden an den Ecken gepackt und auf drei gehoben… 1… 2… 3… und hoch! Schnell waren alle Zelte verschoben. Glücklicherweise gehörte Fäger nicht nur das kleine Haus mit dem grossen Garten, sondern auch ein Riesiges Waldstück, also mussten wir die Küchen der Teilnehmenden nicht verschieben. Nach dem Umzug war der Hunger gross, also gab es erstmal Abendessen bevor dann die 30 Wikinger-Festival Besucher ihr Wikingerwissen unter Beweis stellen mussten. Doch wir wären nicht die Pfadi Gottstatt, wenn wir ein normales und langweiliges Quiz machen würden, nein, die Teilnehmer mussten sich in den Fähndli in einer Eineerreihe aufstellen und nur die vorderste Person durfte jeweils der Frage antworten. Nichts spezielles denkt ihr? Nun gut, wie wäre es dann, wenn man die Frage erst beantworten darf wenn man nach vorne rennt und den Riesigen Kochlöffel als erstes schnappt. Falls zwei oder sogar alle drei Personen den Kochlöffelhaben dann geht es um die Wurst und es wird gekämpft bis nur noch eine Person den Löffel berührt. Bei solch Epischen kämpfen dürfen zwei Sachen nicht fehlen. 1. Epische Kampfmusik und 2. Eine Kamera, die diese Kämpfe festhaltet. Für ersteres kümmerte sich unser Schlagzeuger Sprudel, der auf dem Cajon sogar Hans Zimmer eifersüchtig machte. Um letzteres kümmerte ich (Liska) mich und schoss mit der Go-Pro den Wikinger-Festivalfans hinterher. Und weil wir noch nicht genug gekämpft hatten, gab es danach noch ein Bulldogen. Nach so viel Sport und Ringen werden sogar Gottstatt Pfader müde und so ging der dritte Tag des LeLa’s zu Ende.

3 Kommentare

  1. Régine

    Das gloub i jo nid…me chunnt a u mues scho so es grosses problem löse (nöie platz sueche)😒 i hoffe es git keni söttige meh u dir chöit aus wikinger dürestarte….dr blog isch super u am morge früeg luege i immer grad ob öppis nöis steit🤔👍😅 am liebschte wär i ou derbi…..aber i müesst äuä mim auter gerächtshauber rekapituliere😂😂😂 schöns tägli🙋‍♀️

  2. Gimpu

    Wow, ist ja Hammer so nahe am Meer und mit Wald! Schade wegen dem Feld-Besitzer, aber hey, solche Szenen peppen die Erfahrungen (und Berichte) auf. Für diejenigen die schon in der Tschechei (Tabor) dabei waren, erinnern sich dabei sicher auch grad an einige Episoden mit dem betrunkenen Vermieter (der in Moschos Auto crashte), dem wütenden Waldbesitzer (ok, Bräme hat ein Baum gefällt), den abgelaufenen Konserven, oder den unzuverlässigen Bus/Zug-Verbindungen.
    Danke, dass ihr uns teilhaben lässt. Geniesst es in vollen Zügen! LG Gimpu

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